5 Tipps Google Ads Qualitätsfaktor-Optimierung
AdWords Qualitätsfaktor: 5 Tipps zur Optimierung des Qualitätsfaktor (quality score)
Der Qualitätsfaktor ist der größte Hebel um Kosten im AdWords-Konto sparen. Google bewertet die Klickrate (CTR), Anzeigenrelevanz und die Zielseiten-Erfahrung mit einem Wert von 1-10.
Je höher der Qualitätsfaktor ist, desto mehr Geld spart man sich durch günstigere Klickpreise und erhält bessere Anzeigenpositionen.
Warum ist der Qualitätsfaktor so wichtig?
Nehmen wir an eines ihrer Keywords hat den Faktor 8.
Sie bieten darauf einen Klickpreis von 0,50€.
Damit erhalten sie für den Wert 4 => Qualitätsfaktor 8 x 0,5€ Klickpreis
Ihr Konkurrent bietet auf denselben Suchbegriff. Er hat allerdings nur eine Bewertung von 1. Er müsste also 4€ bieten um Ihnen die Anzeigenposition streitig zu machen.
Wie sie sehen, können Sie durch einen guten Qualitätsfaktor viel Geld sparen!
Wie berechnet Google den Qualitätsfaktor?
Die Bewertung basiert auf historischen Daten des AdWords-Kontos.
Google bewertet folgende Punkte:
- Klickrate auf eine Anzeige (CTR)
- Klickrate eines Keywords
- Klickrate aller Anzeigen & aller Keywords
- Einschätzung Zielseite (Usability, Sicherheit & Relevanz)
- Relevanz des Keywords in Bezug auf die Suchanfrage
- Leistung des Kontos in Bezug auf die Zielregion
- Leistung in Bezug auf Gerätetyp
Wo sehe ich die Qualitätsfaktoren im AdWords-Konto?
In AdWords wird der Qualitätsfaktor in drei Faktoren unterteilt: Erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung auf der Zielseite.
Alle drei Faktoren können Sie einzeln anzeigen lassen und Optimierungspotenziale ermitteln.
Möglichkeit 1: Auf Keyword-Ebene in der Spalte „Status“ auf ,Aktiv“ klicken ↓
Möglichkeit 2: Hinzufügen aller Spalten zum ,,Qualitätsfaktor“.
Vorteil: Auf einen Blick sehe ich den Qualitätsfaktor für alle Keywords der Anzeigengruppe, der Kampagne oder des Google Ads Kontos
Danach können Sie einen Filter anwenden und nur unterdurchschnittliche Werte anzeigen lassen.
Wählen Sie die Werte mit dem Zusatz (Verlauf) aus damit die Werte aussagekräftiger sind und nicht nur den letzten Stand zeigen.
Die Ansichten „Verlauf“ sind wichtig, wenn Sie in letzter Zeit Änderungen in der Anzeige oder der Zielseite gemacht haben.
So verbessern die den Qualitätsfaktor!
Google bewertet in 3 Kategorien:
- Unterdurchschnittlich
- Durchschnittlich
- Überdurchschnittlich
Knöpfen Sie sich zunächst die Keywords mit „unterdurchschnittlichen“ Werten vor und blenden die anderen Werte mit dem Filter aus.
Tipp 1: Voraussichtliche und erwartete Klickrate (CTR) verbessern
Bei Keywords mit unterdurchschnittlichen Klickraten, sollten Sie die Anzeigen überprüfen. Anzeigen mit schlechten Klickraten (CTR) sollten Sie pausieren und neue Anzeigentexte erstellen.
Google belohnt es, wenn der Suchbegriff des Nutzers im Anzeigentext genau oder ähnlich und in der Anzeigenbeschreibung auftaucht.
Beispiel:
Sie sind Reiseanbieter und schalten eine Anzeige. Eine häufige Suchanfrage lautet ,,karibik urlaub“.
Die Anzeigen sollten genau diesen Begriff enthalten.
Do not: Kein Bezug zum Suchbegriff, da Sie sonst eine schlechte Klickrate (CTR) bekommen werden
Empfehlung: Verwendung des Suchbegriffs in Anzeigentext am besten gleich im Anzeigentitel
Best practice:
- So viele relevante Keywords wie möglich im Anzeigentext verwenden
- Auswertung der Suchbegriffe (nicht Keywords)
- Anpassung der Texte auf die wichtigen Suchbegriffe & Verwendung im Anzeigentext
Tipp 2: Anzeigenrelevanz verbessern
Die Anzeigenrelevanz optimieren Sie mit ansprechenden Anzeigen. Die Keywords sollten zu den Anzeigen passen.
Dem Nutzer muss sofort klar werden, was Ihn auf der Zielseite erwartet!
Schauen Sie sich auf Anzeigengruppen-Ebene die 2-3 Keywords mit den meisten Impressionen an.
Diese Suchbegriffe sollten auch unbedingt in Ihrer Anzeige auftauchen.
Finden Sie mehr als 2-3 wichtige Suchbegriffe, so sollten Sie:
- Eine neue Anzeigengruppe erstellen mit neuen Anzeigentexten und diesen Keywords
- Oder eine Anzeige mit Keyword-Platzhalter erstellen, sodass automatisch der Suchbegriff des Nutzers im Anzeigentitel erscheint
Tipp 3: Nutzererfahrung auf der Landingpage verbessern
Die Zielseiten-Erfahrung oder auch Usability ist nicht nur für Google oder den Qualitätsfaktor wichtig, sondern vor allem die Nutzer der Website.
Google legt sehr großen Wert darauf, dass der Nutzer die bestmögliche Zielseite für seine Anfrage erhält.
Stellen Sie sich vor, die googeln etwas und landen auf einer Seite, auf der Sie sich nicht sicher sind, ob Sie schnell das finden, was Sie gesucht haben. Was machen Sie dann? Sie verlassen wahrscheinlich die Seite und springen ab.
Um das zu vermeiden, ist es extrem wichtig, dass Sie die richtigen Zielseiten nutzen für Ihre Anzeigen und dass die Nutzer sich sehr gut mit dieser Seite zurechtfinden.
Wichtigste Faktoren für die Zielseiten-Erfahrung:
- Relevanz zwischen Suchbegriff und Landingpage
- Absprungrate (Bounce-Rate)
- Seitenstrukturierung: Gliederung, Aufbau und Navigation
- Optimierte Seiten für Smartphones und Tablets
- Ladezeit
Quelle: https://www.invespcro.com/blog/landing-pages-infographic/
Tipp 4: Diese Zielseiten sollten Sie optimieren
Werten Sie Keywords mit einer großen Absprungrate aus.
Prüfen Sie, ob Sie nicht eine passendere Landingpage für die Suchanfragen haben.
Wenn Sie keine passendere Seite haben, sollten Sie die Seite optimieren oder eine neue Landingpage speziell für ausgewerteten Suchanfragen erstellen.
Für Keywords mit hohen Klickpreisen und hohen Impressionen empfehlen wir einen Qualitätsfaktor von 7-10.
Werten Sie vor der Optimierung bei Analytics oder anderen Analyse-Tools aus, wieso die Zielseite so schlecht performt.
Sind Mobilgeräte an der schlechten Performance „schuld“?
In Analytics können Sie sich die Performance nach Gerätekategorie auswerten um zu sehen, ob die Performance für Desktop, Tablet oder Mobilgeräte schlecht ist.
Oder liegt es an den Kanälen?
Ist die Performance nur bei AdWords so schlecht oder auch bei anderen Kanälen?
Für beide Auswertungen können Sie sich bei Analytics die Werte unter Verhalten auswerten und die schlechten Zielseiten mit Hinzufügen der „sekundären Dimensionen“ „Gerätekategorie“ und „Quelle/Medium“ auswerten.
Oder ist die Zielseite einfach zu lahm?
Die Ladezeit ist extrem wichtig. Für AdWords, SEO und für die Nutzer… Für eine schnelle Auswertung empfehlen, können Sie die URL der Zielseite einfach in das Google Page Speed Tool kopieren und Google liefert Empfehlungen.
Etwas fortgeschrittenere Infos bekommen Sie über das Tool GTmetrix. Hier ebenfalls URL kopieren und auswerten lassen.
Bei der Geschwindigkeit gilt: Je schneller, desto besser.
Unsere Empfehlung: Schneller als 3 Sekunden
Beispiel 1: Auswertung der Absprungraten von Zielseiten in Google Analytics:
Beispiel 2: Auswertung der Absprungraten anhand von Keywords in Google Ads:
Tipp 5 (Advanced): Google AdWords Script einsetzen
Zu diesem Thema gibt es einen sehr guten Artikel „Say goodbye to low Quality Score with this Google Ads Script“ von Search Engine Land.
In diesem Beitrag finden Sie eine genaue Anleitung wie Sie mit einem Script den Qualitätsfaktor optimieren können.
Zusammenfassung:
- Klickrate durch bessere Anzeigentexte verbessern
- Anzeigenrelevanz verbessern durch Zuschneidung der Anzeigen auf wichtige Keywords
- Checken ob man relevantere Zielseiten für die Keywords einsetzen kann
- Zielseiten Usability & conversion rate steigern durch hohe Seitengeschwindigkeit und Reduzierung Absprungraten
- Einsatz von Google Ads Script
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