Leadinfo, Dealfront & Salesviewer im Vergleich (2026): Welches Tool erkennt Ihre Website-Besucher wirklich?

Von Andreas Muscheid, COO der WeLikeWeb GmbH · Zuletzt aktualisiert am 16. Juni 2026

⏱ ca. 12 Min. Lesezeit
? ? ? Anonyme Besucher Muster GmbH · Maschinenbau · München Beispiel AG · SaaS · Hamburg Demo KG · Handel · Köln Erkannte Unternehmen

Stellen Sie sich vor, jeden Tag betreten hunderte Menschen Ihr Geschäft, schauen sich um, drehen ein paar Runden – und gehen wieder, ohne ein Wort zu sagen. Genau das passiert täglich auf Ihrer Website. Die Besucherzahlen steigen, doch Anrufe und Anfragen bleiben aus. Website-Besucher-Erkennung macht das Licht an: Sie sehen, welche Firmen bei Ihnen waren – und können auf sie zugehen, statt zu warten.

Transparenz & Methodik

WeLikeWeb ist zertifizierter Leadinfo-Partner. Wir setzen das Tool selbst ein und richten es für Kundinnen und Kunden ein. Diese Empfehlung legen wir offen – und bewerten die Alternativen deshalb bewusst fair. Wir sagen klar, wann Salesviewer oder Dealfront/Leadfeeder die bessere Wahl sind.

Verglichen haben wir anhand öffentlicher Preis- und Produktseiten, unabhängiger Bewertungsportale (G2, OMR, Capterra) und eigener Praxis-Erfahrung. Stand aller Angaben: Juni 2026. Preise ändern sich häufig – bitte vor dem Kauf auf der Anbieterseite prüfen.

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Die Aussagen zum Datenschutz sind eine allgemeine Einordnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die meisten kleinen und mittleren B2B-Unternehmen ist Leadinfo die praktischste Wahl: Einstieg ab 69 €/Monat, cookielose Technik, ISO-27001-zertifiziert, in Minuten startklar.
  • Salesviewer ist der deutsche Spezialist mit hoher Datenqualität im DACH-Raum, monatlicher Laufzeit und 14 Tagen Kündigungsfrist.
  • Dealfront heißt seit 2026 „Leadfeeder“ und ist stark, wenn Sie eine komplette Sales-Intelligence-Plattform brauchen (Prospecting, Intent-Daten, Anzeigen).
  • Realistisch erkennbar sind rund 30–40 % Ihres B2B-Traffics auf Unternehmensebene – nicht 100 %. Jedes Tool zeigt die Firma, nicht die Einzelperson.
  • Datenschutz: Reine Unternehmens-Identifikation lässt sich meist auf das berechtigte Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) stützen. Entscheidend sind cookielose Technik, EU-Hosting, Transparenz und Opt-out.
  • Der ROI entsteht durch den Prozess, nicht durch das Tool. Wer erkannte Unternehmen nicht kontaktiert, verschenkt das Budget.
~97 %
der B2B-Besucher bleiben ohne Formular anonym
30–40 %
davon lassen sich auf Firmenebene erkennen
< 15 Min.
Einrichtung per Google Tag Manager

Das erfahren Sie in diesem Ratgeber

  1. Was ist Website-Besucher-Identifizierung?
  2. Live-Demo: So sieht die Erkennung aus
  3. Was ist 2026 neu?
  4. Die drei Tools im Schnellvergleich
  5. Die entscheidenden Unterschiede
  6. Tool-Finder: Welches passt zu Ihnen?
  7. Welches Tool passt zu wem?
  8. Preise & echte Kosten
  9. Funktionsvergleich
  10. Leadinfo im Überblick (Video)
  11. Datenschutz + Checkliste
  12. Einführung in der Praxis
  13. ROI-Rechner
  14. Häufige Fehler
  15. Fazit & Empfehlung
  16. FAQ

Was ist Website-Besucher-Identifizierung?

Website-Besucher-Identifizierung macht sichtbar, welche Unternehmen Ihre Website besuchen – ohne dass diese ein Formular ausfüllen. Die Tools gleichen die IP-Adresse eines Besuchers mit einer Firmen-Datenbank ab (Reverse-IP-Verfahren) und reichern den Treffer mit Daten wie Branche, Größe und Standort an.

Definition

Ein Verfahren, das anonyme Website-Zugriffe über die IP-Adresse einem Unternehmen zuordnet und mit Firmendaten anreichert. Es identifiziert die Organisation hinter dem Besuch – nicht die einzelne Person.

Was das für Sie als Entscheider bedeutet

Kurz: Sie bekommen Kontakte, die Sie sonst nie bemerkt hätten. Fast niemand füllt ein Formular aus – aber fast jeder Besuch verrät, welche Firma dahintersteckt.

Konkret sehen Sie:

  • Welche Firmen auf Ihrer Website waren – mit Name, Branche, Größe und Standort.
  • Welcher Bestandskunde sich gerade Ihr neues Produkt ansieht – der perfekte Moment für einen Anruf.
  • Welcher neue Interessent zum ersten Mal vorbeischaut – und an welchen Produkten oder Leistungen er interessiert ist.
  • Wer mehrfach die Preisseite besucht – ein heißes Signal, dass jemand kurz vor einer Entscheidung steht.

Den Rest erledigen Sie wie gewohnt: anrufen, eine E-Mail schreiben oder über LinkedIn Kontakt aufnehmen. Der Unterschied ist nur: Sie sprechen jetzt Firmen an, die Sie schon kennen – weil sie gerade bei Ihnen waren.

💡 Das Bild dazu: Ihre Website ist wie ein gut besuchter Messestand. Viele bleiben stehen und studieren Ihre Auslage – aber nur die wenigsten legen ihre Visitenkarte hin. Die Besucher-Erkennung ist das Namensschild, das jede Firma beim Vorbeigehen trägt.

So funktioniert die Erkennung in fünf Schritten:

1
Besucher öffnet Ihre Website
2
IP-Adresse wird ausgelesen
3
Abgleich mit Firmen-Datenbank
4
Firmendaten werden angereichert
5
Übergabe an Ihr CRM

Der Hintergrund ist deutlich: Nur etwa 2–3 % der B2B-Website-Besucher füllen jemals ein Formular aus. Rund 97 % bleiben unsichtbar, obwohl viele davon aktiv recherchieren (Quellen u. a. 6sense, Lead Forensics).

Wichtig für eine realistische Erwartung: Kein Tool hebt die vollen 97 %. Auf Unternehmensebene liegen die Erkennungsraten je nach Traffic und Region typischerweise bei 30–65 %, in der Praxis oft bei 30–40 %.

Zugriffe aus dem Homeoffice über private Provider-IPs lassen sich meist nicht auflösen. Wer mit „100 % Transparenz“ wirbt, verspricht zu viel.

Live-Demo: So sieht die Erkennung in der Praxis aus

Genau diese anonymen Besucher werden mit einem Erkennungs-Tool sichtbar. Die folgende Ansicht simuliert einen typischen Live-Feed – so fühlt sich der Posteingang mit einem Tool wie Leadinfo an.

Live-Erkennung Beispiel-Daten
Heute erkannt: 0
Das für meine Website

Simulierte Darstellung mit fiktiven Beispiel-Firmen zur Veranschaulichung. Die echte Erkennung zeigt reale Unternehmen auf Firmenebene – keine Einzelpersonen.

Was ist 2026 neu?

Die wichtigste Veränderung: Dealfront firmiert seit 2026 unter der Marke „Leadfeeder“. Die Domain dealfront.com leitet auf leadfeeder.com um; die Gesellschaft (Dealfront Group GmbH) besteht fort.

Für Sie heißt das: Der Einstieg in die reine Besucher-Erkennung ist bei Dealfront/Leadfeeder deutlich günstiger geworden als früher oft dargestellt – das Web-Visitors-Modul startet inzwischen bei rund 99 $/Monat (Jahreszahlung) statt im vierstelligen Bereich. Ältere Vergleiche, die Dealfront pauschal als „Enterprise ab 15.000 €/Jahr“ einordnen, sind damit überholt.

Die drei Tools im Schnellvergleich

Kurz gesagt: Leadinfo trifft den Ausgleich aus Preis und Bedienbarkeit, Salesviewer punktet mit DACH-Qualität, Dealfront/Leadfeeder mit Funktionsumfang. Alle Werte Stand Juni 2026, bitte vor dem Kauf prüfen.

KriteriumLeadinfoSalesviewerDealfront/Leadfeeder
Beste fürKMU & MittelstandKMU mit DACH-Fokuskomplette GTM-Suite
Einstiegab 69 €/Monatab ~99 €/Monatab ~99 $/Monat; Gratis-Tarif
HostingEU (Niederlande)EU (Deutschland)EU (DE/FI)
Cookiescookieloscookielosje nach Modul
ZertifizierungISO 27001:2022externe Prüfungstarke EU-Compliance
Datenbank220 Mio.+ FirmenFokus DACHstark EU/DACH
Kündigung30 Tage14 Tageje nach Modul
Testphase14 Tage14 TageTest + Gratis-Tarif

Die entscheidenden Unterschiede auf einen Blick

Auf dem Papier können alle drei dasselbe. Den Unterschied machen Preis-Niveau, Datenbasis, Bedienung und Vertragsflexibilität. Diese Tabelle zeigt, wo die Tools wirklich auseinandergehen (Stand Juni 2026).

Worauf es ankommtLeadinfoSalesviewerDealfront/Leadfeeder
Preis im Wachstum€€ · ab 159 €€€€ · ab ~269 €€€€ · ab ~399 $
Günstigster Einstieg69 €/Monat~99 €/MonatGratis-Tarif / ~99 $
Bedienungsehr einfacheinfachkomplexer
Internationale Daten★★★★★
DACH-Datenqualität★★★★★★★★
Funktionsumfangfokussiertbewusst schlankVoll-Plattform
Kündigung30 Tage14 Tage (Top)je nach Modul
Dauerhafter Gratis-Tarif

€ = günstig, €€€ = höchstes Preisniveau · ★ = Datenabdeckung (mehr = besser). Alle Angaben Stand Juni 2026.

💰 Preis-Einordnung: Beim Einstieg ist Leadinfo am günstigsten (69 €), Dealfront/Leadfeeder lockt sogar mit einem Gratis-Tarif. Sobald Sie aber wachsen, zieht Salesviewer preislich an: Das Premium-Paket liegt mit rund 269–299 € deutlich über Leadinfo Scale (159 €). Wer Volumen plant, sollte den Wachstums-Preis vergleichen, nicht den Einstieg.

Preis vs. Funktionsumfang Funktionsumfang → schlank Voll-Plattform Preis → Salesviewer Dealfront/Leadfeeder Leadinfo

Vereinfachte Einordnung: Leadinfo günstig und fokussiert, Salesviewer höherpreisig und bewusst schlank, Dealfront/Leadfeeder höherpreisig mit vollem Plattform-Umfang.

Der Unterschied in einem Satz:

Leadinfo

Das günstige, einfache Allround-Tool – für die meisten KMU die schnellste Lösung, auch international.

Salesviewer

Der Premium-DACH-Spezialist mit maximaler Vertragsflexibilität (14 Tage) – im Wachstum aber das teuerste der drei.

Dealfront/Leadfeeder

Die Voll-Plattform mit Gratis-Einstieg – stark, wenn Erkennung nur der erste Schritt ist (Prospecting, Intent, Ads).

Tool-Finder: Welches Tool passt zu Ihnen?

Beantworten Sie vier kurze Fragen – Sie bekommen sofort eine Einschätzung. Hinweis: Wir sind offengelegter Leadinfo-Partner; die Logik bildet die im Artikel beschriebenen Kriterien neutral ab.

1. Wie wichtig ist ein günstiger Einstieg?

2. Wo verkaufen Sie vor allem?

3. Was brauchen Sie?

4. Wie wichtig ist eine kurze Kündigungsfrist?

Welches Tool passt zu wem?

Leadinfo – wenn Sie schnell und günstig starten wollen

Leadinfo ist die richtige Wahl für kleine und mittlere B2B-Unternehmen, die ohne großen Aufwand loslegen wollen. Der Einstieg ab 69 €/Monat ist der günstigste unter den etablierten Anbietern.

Die Einrichtung über den Google Tag Manager dauert wenige Minuten. Die Oberfläche gilt in Bewertungen durchgehend als einfach. Stark auch bei internationalem Traffic (220 Mio.+ Unternehmen) und wenn Sie viele CRM-Integrationen brauchen.

Typische Nutzer: IT- und SaaS-Anbieter, Maschinenbau, Agenturen, internationale B2B-Dienstleister.

Weniger ideal, wenn Sie eine komplette Sales-Plattform mit Prospecting und Intent-Daten suchen – das kann Dealfront/Leadfeeder besser.

Salesviewer – wenn DACH-Fokus und Flexibilität zählen

Salesviewer ist der deutsche Anbieter mit hoher Erkennungsqualität im DACH-Raum. Die 14-tägige Kündigungsfrist ist die kürzeste im Markt.

Die Preise sind transparent online einsehbar, der Support deutschsprachig. Die Erkennungsqualität für deutsche Unternehmen wird in Erfahrungsberichten besonders gelobt.

Typische Nutzer: deutsche Mittelständler, regionale Dienstleister, Bau- und Industrieunternehmen.

Weniger ideal, wenn Sie international verkaufen oder im Wachstum den günstigsten Preis brauchen – hier ist Leadinfo stärker.

Dealfront/Leadfeeder – wenn Sie eine komplette Plattform brauchen

Dealfront/Leadfeeder eignet sich, wenn Sie über die Besucher-Erkennung hinaus Prospecting, Intent-Signale und Anzeigen wollen. Das Tool entstand aus der Fusion von Echobot (Karlsruhe) und Leadfeeder (Helsinki).

Die Stärke liegt in tiefen EU-/DACH-Daten. Außerhalb Europas ist die Abdeckung dünner.

Typische Nutzer: wachsende Revenue-Teams, ABM-orientierte Unternehmen mit dediziertem Vertriebs-Prozess.

Weniger ideal, wenn Sie nur eine einfache, günstige Firmen-Erkennung ohne großen Funktionsumfang wollen – das ist die Domäne von Leadinfo.

Preise & echte Kosten pro Lead

Der wichtigste Hinweis: Die Einstiegspreise zeigen selten die echten Kosten. Bei allen drei Anbietern hängt der Preis vom Volumen (erkannte Unternehmen pro Monat) ab, und Zusatzfunktionen kosten extra.

Einstieg (kleines Team, ~50 erkannte Unternehmen/Monat)

AnbieterPaketPreis/MonatBesonderheit
LeadinfoStarterab 69 €3 Nutzer, cookielos, ISO 27001
SalesviewerProab ~99 € (≈79 € jährlich)unbegrenzte Nutzer, 14 Tage Kündigung
Dealfront/LeadfeederWeb Visitorsab ~99 $ jährlich; Gratis-TarifGratis-Tarif nur 7 Tage Historie

Wachstum (~250 erkannte Unternehmen/Monat)

AnbieterPaketPreis/MonatHauptfeatures
LeadinfoScaleab 159 € (+ Add-ons)GA4, LinkedIn Ads, Session Recording
SalesviewerPremiumab ~269–299 €Video, Scoring, Google Ads, API
Dealfront/LeadfeederPlatformab ~399 $ jährlichWeb Visitors + Prospecting + Intent
Preis im Wachstums-Paket (pro Monat) Leadinfo 159 € Salesviewer ~285 € Dealfront ~399 $ Balkenlänge annähernd; $ und € nicht 1:1. Stand Juni 2026.

Beim Einstieg ist Leadinfo am günstigsten – im Wachstum vergrößert sich der Abstand deutlich.

💡 Praxis-Tipp: Rechnen Sie mit den echten Gesamtkosten.

Bei Leadinfo werden manche Automatisierungen über zusätzliche „Autopilot“-Seats abgerechnet – der reale Monatspreis liegt dann höher als der Listenpreis. Bei Dealfront/Leadfeeder laufen Module über das Web-Visitors-Paket hinaus (Target, Connect, Promote) über ein Credit-System. Fragen Sie im Test gezielt nach dem Preis für Ihr Volumen inklusive der Funktionen, die Sie wirklich nutzen.

Funktionsvergleich im Detail

Leadinfo deckt mit dem Scale-Paket die meisten Anforderungen kleiner und mittlerer Teams ab. Dealfront/Leadfeeder führt bei Datentiefe, Salesviewer bleibt bewusst schlank. Die Tabelle zeigt den Kern-Funktionsumfang (Stand Juni 2026).

FunktionLeadinfoSalesviewerDealfront/Leadfeeder
Echtzeit-Erkennung
Session Recordingab Scaleab Premium
Lead Scoringab Premium
Automatisierungenab Premium
CRM-Integrationen70+~20100+
Google Adsab Premium
LinkedIn Adsab Scale
GA4 / Looker Studioab Scale
API-Zugangab Scaleab Premium
Intent-Daten / Prospecting

Legende: ✅ enthalten · ❌ nicht enthalten. Funktionsumfang kann sich ändern.

Leadinfo im Überblick (Video)

Diese offizielle Produkt-Demo von Leadinfo zeigt die Oberfläche von der Inbox bis zu den Automatisierungen. So bekommen Sie einen realistischen Eindruck, bevor Sie die Testphase starten.

Quelle: offizieller Leadinfo-YouTube-Kanal. Eingebunden über youtube-nocookie (datenschutzfreundlich).

Datenschutz & Rechtslage in Deutschland

Die Identifizierung von Unternehmen (nicht Einzelpersonen) über die Firmen-IP lässt sich in der Regel datenschutzkonform gestalten – die Details entscheiden.

Unternehmensdaten ≠ personenbezogene Daten

Die DSGVO schützt Daten natürlicher Personen. Reine Firmendaten (Name, Branche, Standort, Firmen-IP-Bereich) sind zunächst keine personenbezogenen Daten. Sobald eine einzelne Person identifizierbar wird, greift die DSGVO in vollem Umfang.

Der rechtliche Kern: Nach dem EuGH-Urteil Breyer (C-582/14, 2016) und der BGH-Rechtsprechung (VI ZR 135/13, 2017) gelten IP-Adressen dann als personenbezogen, wenn der Verantwortliche die Person dahinter identifizieren kann. Bei einer statischen Firmen-IP ist das in der Praxis kaum möglich (so u. a. die Analyse von Publicare).

✅ Ihre DSGVO-Checkliste: Ist ein Tool sauber aufgestellt?

⚠️ Hinweis: Diese Einordnung ist kein Ersatz für eine rechtliche Prüfung. Wir übernehmen keine Gewähr für die Konformität fremder Tools. Ziehen Sie im Zweifel Ihre Datenschutzbeauftragten hinzu.

Einführung in der Praxis

Der Erfolg entscheidet sich nicht beim Tool, sondern beim Prozess dahinter. Aus unseren Kundenprojekten kennen wir die typischen Stolpersteine.

  • Einbindung: meist per Google Tag Manager in unter 15 Minuten. Ohne GTM dauert es länger, bleibt aber ohne Entwickler machbar.
  • Consent-Setup: Bei cookielosen Tools auf Basis des berechtigten Interesses ist meist keine aktive Einwilligung nötig – die Verarbeitung gehört aber sauber in die Datenschutzerklärung.
  • CRM-Anbindung: der eigentliche Hebel. Erkannte Unternehmen müssen automatisch dorthin fließen, wo Ihr Vertrieb arbeitet (HubSpot, Salesforce, Pipedrive).
  • Prozess: Legen Sie fest, wer reagiert, wenn ein Zielkunde zweimal die Preisseite besucht. Ohne diese Zuständigkeit bleibt jedes Tool wirkungslos.

ROI-Rechner: Was bringt es in Ihrem Fall?

Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen – ehrlich, mit sichtbaren Annahmen. Erkannte Firmen sind Chancen, keine garantierten Abschlüsse.

Vom Besuch zum Abschluss Website-Besucher (100 %) Auf Firmenebene erkennbar (30–40 %) Vertrieblich bearbeitbar Im Gespräch Abschluss

Nur die ersten beiden Stufen sind messbar (100 % bzw. 30–40 %). Wie viele davon zu Gesprächen und Abschlüssen werden, hängt allein von Ihrem Vertriebs-Prozess ab.

erkannte Unternehmen / Monat
€ Tool-Kosten / Jahr
Abschlüsse / Jahr für Break-even

Vereinfachte Modellrechnung. Nicht jede erkannte Firma ist vertrieblich bearbeitbar; die tatsächliche Abschlussquote hängt von Angebot, Prozess und Follow-up ab.

Häufige Fehler bei Auswahl und Einführung

  • Zu hohe Erwartung an die Erkennungsrate. Rechnen Sie mit 30–40 %, nicht mit „allen“ Besuchern.
  • Kein Prozess für die Reaktion. Ohne feste Zuständigkeit landen erkannte Unternehmen in einem Dashboard, das niemand öffnet.
  • Falsches Paket. Das kleinste Volumen ist schnell ausschöpft, ein zu großes verbrennt Budget. Nutzen Sie die Testphase.
  • Tool und Ziel verwechseln. Besucher-Erkennung zeigt die Firma. Für die richtige Person brauchen Sie zusätzlich Kontaktdaten und einen Outreach-Prozess.
  • Datenschutz zu spät prüfen. Klären Sie Rechtsgrundlage, Datenschutzerklärung und Opt-out vor dem Livegang.

Fazit & Empfehlung

Nach Auswertung aktueller Preise, Funktionen, unabhängiger Bewertungen und eigener Praxis-Erfahrung ist Leadinfo für die meisten kleinen und mittleren B2B-Unternehmen die praktischste Wahl.

Für die meisten KMU: Leadinfo. Günstiger Einstieg (ab 69 €/Monat), einfache Bedienung, cookielose Technik, ISO 27001 und breite internationale Datenbasis. Als Leadinfo-Partner richten wir das Tool bei WeLikeWeb regelmäßig ein – diese Empfehlung legen wir offen.

Für DACH-fokussierte KMU mit Flexibilitätsbedarf: Salesviewer. Deutscher Anbieter, hohe DACH-Qualität, transparente Preise, kürzeste Kündigungsfrist.

Für Teams mit Bedarf an einer kompletten Plattform: Dealfront/Leadfeeder. Wenn Sie über die Erkennung hinaus Prospecting, Intent-Daten und Anzeigen brauchen und tiefe EU-/DACH-Daten schätzen.

Das nehmen Sie mit

  • Website-Besucher-Erkennung zeigt Firmen, nicht Einzelpersonen – und realistisch 30–40 %.
  • Leadinfo für die meisten KMU, Salesviewer für DACH-Flexibilität, Dealfront/Leadfeeder für die Vollausstattung.
  • DSGVO ist mit cookielos + EU-Hosting + Transparenz gut beherrschbar.
  • Der ROI kommt vom Prozess dahinter – nicht vom Tool allein.

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FAQ – Häufige Fragen

Ist Leadinfo DSGVO-konform einsetzbar?

Leadinfo arbeitet cookielos, identifiziert Unternehmen statt Einzelpersonen, hostet in der EU (Niederlande) und ist ISO-27001-zertifiziert. Die Unternehmens-Identifikation lässt sich in der Regel auf das berechtigte Interesse stützen. Die konkrete Konformität hängt von Ihrer Konfiguration und Datenschutzerklärung ab.

Was kostet Leadinfo?

Der Einstieg (Starter) liegt bei 69 €/Monat, Scale bei 159 €/Monat, Pro bei 359 €/Monat (Stand Juni 2026). Der Preis richtet sich nach der Zahl erkannter Unternehmen; manche Automatisierungen kosten über Add-ons extra.

Leadinfo oder Dealfront/Leadfeeder – was ist besser?

Für einfache, günstige Unternehmens-Erkennung ist Leadinfo meist die bessere Wahl. Für eine komplette Sales-Intelligence-Plattform (Prospecting, Intent, Anzeigen) ist Dealfront/Leadfeeder stärker – dafür komplexer und in der Vollausbaustufe teurer.

Leadinfo oder Salesviewer?

Leadinfo punktet mit Preis und internationaler Datenbasis, Salesviewer mit DACH-Qualität, deutschem Support und 14 Tagen Kündigungsfrist. Wer rein im DACH-Raum verkauft und maximale Flexibilität will, ist bei Salesviewer gut aufgehoben.

Wie viele meiner Website-Besucher werden erkannt?

Auf Unternehmensebene realistisch 30–40 %, je nach Traffic und Region auch mehr. Zugriffe aus dem Homeoffice über private IPs lassen sich meist nicht auflösen.

Sehe ich auch die Namen einzelner Personen?

Nein. Diese Tools identifizieren das Unternehmen, nicht die konkrete Person. Für Namen und Kontaktdaten einzelner Entscheider brauchen Sie zusätzliche Werkzeuge – und eine sorgfältige DSGVO-Bewertung.

Was ist mit Dealfront passiert?

Dealfront ist 2026 unter der Marke Leadfeeder neu aufgestellt worden; dealfront.com leitet auf leadfeeder.com um. Die Gesellschaft (Dealfront Group GmbH) besteht fort.

Wie schnell ist so ein Tool einsatzbereit?

Die technische Einbindung über den Google Tag Manager dauert meist unter 15 Minuten, erste Ergebnisse sehen Sie sofort. Der Aufwand steckt im Prozess dahinter – CRM-Anbindung und Vertriebs-Reaktion.

Kann ich die Tools kostenlos testen?

Ja. Leadinfo und Salesviewer bieten je 14 Tage Testphase, Dealfront/Leadfeeder zusätzlich einen dauerhaft kostenlosen Basis-Tarif mit eingeschränktem Funktionsumfang.

Über den Autor

Andreas Muscheid ist COO der WeLikeWeb GmbH (München). Er und sein Team richten Tools zur Website-Besucher-Identifizierung – darunter Leadinfo als zertifizierter Partner – regelmäßig für B2B-Kunden ein und binden sie an deren Vertriebs- und CRM-Prozesse an. Mehr über uns erfahren Sie auf der Über-uns-Seite.

Methodik & Quellen

Verglichen anhand öffentlicher Anbieter- und Bewertungsseiten sowie eigener Praxis-Erfahrung. Stand: Juni 2026. Preise ändern sich – bitte final auf den Anbieterseiten prüfen.

  • Leadinfo – Preise & Produktinfos: leadinfo.com/de/preise/
  • Salesviewer – Preise & Lizenzmodelle: salesviewer.com/de/preise/
  • Dealfront/Leadfeeder – Preise & Pakete: leadfeeder.com
  • OMR Reviews, Capterra – Bewertungen & Preise
  • EuGH, Urteil Breyer (C-582/14, 2016); BGH VI ZR 135/13 (2017)
  • Publicare – „DSGVO-konforme Besuchererkennung: Was ist erlaubt?“
  • 6sense, Lead Forensics – zur Statistik anonymer B2B-Besucher

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